ManageMensch – Warum ein Blog?

Jetzt bin ich seit zwei ganzen Wochen Bloggerin. Darüber nachgedacht hatte ich viel länger. Ich wollte einigermaßen sicher sein, bei einem öffentlich sichtbaren Projekt, eine Weile durchzuhalten. (Auch wenn ich einschränkend sagen muss, dass wir hier ein „Winterblog“ haben – da ich während der Klassenfahrt-Saison zwar großartig Themen sammeln kann, aber nicht dazu komme, Blogposts zu schreiben.)

Die Lust am Schreiben

Schon als Kind hatte ich den Traum, Schriftstellerin zu werden und entzückte meine Verwandtschaft mit Geschichten über Esel und Abenteuer. Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule beim Aufsatz nicht aufhören konnte und eine Stunde länger blieb. Und wie stolz ich war, wenn ich meine Geschichten vor der Klasse vorlesen durfte (Performance war auch schon immer meins).

Ein Buch habe ich am Ende wirklich geschrieben – meine Dissertation. Und dabei gemerkt

  1. wie quälend ein Schreibprozess sein kann
  2. wie schwer es ist, so einen großen Stoff im Griff zu behalten
  3. wie doof es ist, wenn das fertige Buch keiner liest

Etwas zu sagen haben

Die Doktorandenstelle hatte ich mit kleinem Kind angenommen, weil ich weder eine andere Idee noch ein anderes Angebot hatte. Tatsächlich promovieren war damals nicht mein erstes Ziel, eher mich über Wasser halten. Aber irgendwie fand Prof. Dr. Zdzislaw Krasnodebski, mein Doktorvater, häufig die richtigen Sätze, die in meinem Lebenshumus aufgingen. In diesem Fall war es die Feststellung nach zwei Jahren Arbeit: „Du hast jetzt etwas herausgefunden und wenn Du es nicht aufschreibst, ist es weg.“ Dieser Satz,  banal aber wahr, hat mich durch die Arbeit getragen.

Ungeschriebene Großprojekte

In meiner anschließenden Orientierungsphase nach der Uni, gab es mehrere schriftstellerische Projekte, die heute unberührt in der Schublade liegen. Ehrlich gesagt, fehlten mir Stringenz und Selbstdisziplin so ein großes Ding anzupacken. Kind, Arbeit und Haushalt sind weitere schlagende Argumente. Später vielleicht.

Schreibschule Marketing

In meinem neuen Job lernte ich durch die Marketingabteilung viel über das Texten:

  • Keine Füllwörter
  • Kurze Sätze
  • Klare Aussagen
  • Immer die Wirkung auf den Leser im Blick behalten

Und dass man in gemeinsamen Korrekturläufen, Texte unglaublich verbessern kann. Dankeschön!

Blogger-Erfahrung

Meine Blogger-Urerfahrung verdanke ich Johannes Korten. Er ließ mich auf seinem Blog einen Beitrag schreiben, als mir das Fertigmachen von Frau Schavan so auf die Nerven ging. Und die Erfahrung war gigantisch geil:

  • Ich kann einfach meine Meinung aufschreiben und ins Internet-Universum stellen.
  • Es wird gelesen und reagiert. Ok, es gibt dann auch nicht nur Zustimmung – da muss ich noch üben.
  • Es muss kein Riesenprojekt sein, sondern ein kleiner Text. Ein Gedanke zu einem Thema. Handhabbar.

Vor zwei Jahren bekam ich die Gelegenheit für unser Unternehmen Blogbeiträge zu schreiben. Es wiederholte sich die positive Erfahrung, aber ich spürte auch den Druck von Themensuche, Anschluss halten, passende Fotos finden etc. Das Blog habe ich sehr gern und mit viel Liebe betrieben. Und schon damals den Wunsch nach „meinem“ Blog verspürt.

Mit meinem Wechsel in den neuen Job und die neue Welt war eigentlich klar, dass ich mein Blog starte, sobald ich Luft habe.

  1. Ich habe so viele Gedanken und Themen im Kopf – „wenn ich sie nicht aufschreibe, sind sie weg“.
  2. Ich schreibe so gern. Und habe so eine Freude, wenn mir ein schöner Satz, Absatz, Text gelingt.
  3. Ich liebe es, mit meinen Positionen wahrgenommen zu werden – und glaube, wie bei der Arbeit am Text daran, dass Positionen in der Auseinandersetzung besser werden.

Und noch eins: Meine ersten Blogger-Wochen waren auch deshalb so schön, weil ich sehr liebevoll von vielen Bloggern und Internetlern begrüßt worden bin. Danke für den tollen Start!

 

3 Gedanken zu “ManageMensch – Warum ein Blog?

  1. Bin auch noch nicht lange hier untewegs aber möchte dich auch herzlich hier begrüßen und hoffe, dass du hier eine menge tolle Blogs schreibst und dabei vor allem Spaß hast 🙂 Liebe Grüße jenwritesdown

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